Der „Campus der Religionen“ versteht sich als offener Ort der Seelsorge, Bildung und Begegnung. Unter dem Leitgedanken „Miteinander & Von-Einander-Lernen“ vereint das Projekt unterschiedliche Religionsgemeinschaften unter einem gemeinsamen architektonischen und städtebaulichen Konzept und schafft Räume für Austausch, Respekt und kulturelle Vielfalt.
Grundlage des Entwurfs ist das Hexagon als verbindende Formensprache. Die einzelnen Kultus- und Sakralräume treten gleichwertig in Erscheinung und werden durch einen zentralen öffentlichen Platz sowie ein Netz aus Gassen und Aufenthaltsbereichen miteinander verbunden. Die aufgeständerte Struktur ermöglicht eine hohe Durchlässigkeit des Erdgeschosses und schafft ganzjährig nutzbare Freiräume für Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Die hexagonale Raumstruktur setzt sich in den oberen Geschossen fort und organisiert Bildungs-, Seminar-, Verwaltungs- und Andachtsbereiche. Durch die nach oben abgestufte Anordnung entsteht eine klare Hierarchie von öffentlichen zu privaten Nutzungen. Im räumlichen Ausdruck erinnert die Gebäudestruktur an einen „Tree of Life“ und symbolisiert Wachstum, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.