Das städtebauliche Konzept organisiert die unterschiedlichen Wohn- und Ausbildungsbereiche entlang einer inneren Erschließungsstruktur, deren Wege sich an einem zentralen „Dorfplatz“ vernetzen. Um diesen gemeinschaftlichen Mittelpunkt gruppieren sich zentrale Funktionen wie Verwaltung, Kapelle, Kultur- und Veranstaltungsbereiche, Gastronomie sowie ein ganzjährig nutzbares Glashaus als Stadtgarten.
Die gefaltete Wegeführung reagiert auf den räumlichen Kontext, schafft markante Orientierungspunkte und vermeidet lange, monotone Erschließungsachsen. Pflege-, Betreuungs- und Gemeinschaftseinrichtungen werden als zentrale Gelenke zwischen den Wohngruppen positioniert und gewährleisten kurze Wege sowie eine enge Anbindung an die gemeinsame Infrastruktur.
Die Wohngruppen orientieren sich zu einer Parklandschaft mit privaten Gärten, gemeinschaftlichen Freiräumen sowie Sport- und Freizeitangeboten. Die äußere Erschließung trennt Besucher, Mitarbeiter und Versorgungsverkehr konsequent voneinander. Während Anlieferung und Betrieb über die Liese-Prokop-Straße erfolgen, wird der Dorfplatz über eine eigene Vorfahrt von der Stockerauer Straße erschlossen und als zentraler öffentlicher Aufenthaltsraum freigehalten.